Der "Alte Schimmel" ist das älteste der Rottweiler Brieler oder Benner-Rößle. Sein Korpus stammt aus der frühen ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurde vermutlich von dem damals in Rottweil lebenden Sattlermeister Peter Benner geschaffen.
Die Larven dieser Dreiergruppe deren Zusammengehörigkeit erst seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbürgt ist, sind eine ungewöhnliche Kombination. Zwei gekonnt derb geschnitzte Männergesichter fungieren als Treiber des mit einem feist-pfiffigen Gesicht ausgestatteten Rößlereiters. Diese Larven gehören zum besten und ältesten Bestand der Rottweiler Fasnet und sind Teil des Herrenkramerschen Fundus.
Zum sogenannten "Alten Schimmel" gehörender Treiber mit eindrucksvoller Larve, die in ihrer Derbheit an die Physiognomien der einstigen bäuerlichen Bevölkerung erinnert. (Larve im Herrenkramerschen Fundus)
Neu geschaffenes Rößle an der Fasnet 1930. Ohne die Begrenzung der Rößlezahl bei den Narrensprüngen, besäße die Rottweiler Fasnet heute mindestens zwanzig Scheinpferde.
Das "Rößle" an der Tränke. Zur Freude der Zuschauer zeigt das Scheinpferd, das ja vom Reiter getragen wird, immer wieder das Verhalten eines echten Pferdes.
Das Scheinpferd in voller Aktion. Eine Rolle, die viel Durchhaltevermögen erfordert und dem tragenden Reiter meist auch etliche Blessuren durch die Peitschenhiebe der Treiber einbringt, da diese nicht immer nur den Gänseflügel auf dem Dreispitz des Reiters treffen, sondern ihn selbst.
Rößlegruppe am Zugende des Narensprunges. Die krachenden Peitschenschläge der Treiber und das sich zwischen den Leitseilen wie toll gebärdende Rößle wecken bei den Zuschauern helle Begeisterung.